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Hexen
"Hexen achten und
ehren alle Lebewesen, sie behüten die Kräfte des Lebendigen" (Starhawk)
Der Begriff
"Hexe" (Hegseh), altdeutsch Hagazusa, Hagedise oder Hägtesse,
enthält die Verben "hegen" und "sehen" und wird definiert als "die
Seherin im Hag", also der gehegten Umgebung.
Die Hegsen berieten Könige
und Heerführer, sie waren zuständig für das Kochen von Speisen und
Heilmitteln, für das Weben von Linnen und Verbinden der Wunden, sie
beherrschten die Kunst Buchstaben zu schreiben und zu lesen. Aus all dem
resultierte das hohe Ansehen, das sie genossen, sie waren Priesterinnen und
Wahrsagerinnen und die ersten Ärztinnen des Volkes.
Zu den Jahresfesten, die
sich am Kreislauf der Natur von Werden und Vergehen orientieren,
"fuhren" die Hexen aus, um zu feiern und zu tanzen...im Harz findet
man sie immer noch, die "Hexentanzplätze".
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Aber besonders die
Walpurgisnacht, die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, war und ist das
heilige Fest der Hexen. Aus ganz Europa kamen sie zum "Blocksberg"
geflogen, dem Brocken im Harz, um die Wiederkehr des Frühlings ( der Liebes-
und Muttergöttin) und damit des neuen Lebens zu feiern. Viele Bräuche
erinnern noch heute daran, z. B. der "Tanz in den Mai".
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Walpurgisnacht 2002 in Hasselfelde/Harz
Die Christianisierung
Europas, besonders aber die Päpstliche Bulle von Innozenz VIII. im Jahre 1484
sowie die Veröffentlichung des "Malleus maleficarum", des
"Hexenhammers" der Mönche Institoris und Sprenger im Jahre 1487
entfesselte die Gewalt der Inquisition gegen die Alte Religion und damit
gegen die Hexen. Bis 1835 wurden etwa 80 000 Frauen und Mädchen als
"Hexen" denunziert und verbrannt (aber auch ca. 20% männliche
"Hexer")
... nur wenige entkamen
und lebten weiter in den Mythen und Märchen als Feen, Elfen oder Weise
Frauen....

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